4 Strategien für Deine berufliche Zufriedenheit

Viele Menschen haben es beruflich alles andere als leicht. Sehnst Du Dich nach mehr Zufriedenheit und fragst Dich ob und was Du dafür tun kannst? In diesem Blogartikel stelle ich 4 Strategien vor, mit denen Du für Dich die Weichen für mehr berufliche Zufriedenheit stellen kannst, selbst wenn Du das Gefühl hast, hierfür sehr wenig Spielraum zu haben.

Ist es für Dich zunehmend schwierig, im Berufsleben im Sinne von Berufung aufzugehen? Dann bist Du wahrhaftig nicht allein. Wenn Ellbogenmentalität und Angst im Job um sich greifen, dann ist die Frustration allgegenwärtig. Eine Arbeitsatmosphäre, wo Missgunst und Unzufriedenheit herrschen, macht was mit jedem Menschen. Remote- und Online-Work haben für manche das Gefühl von sozialer Isolation noch verstärkt.

Also Zeit gerade jetzt nach Strategien für mehr Zufriedenheit Ausschau zu halten. Wie kann es gehen, im Lichte der gegebenen Herausforderungen, beruflich aufzublühen? Welche Möglichkeiten stehen Dir zur Verfügung, um ins Gelingen zu kommen- trotz, oder sogar wegen der gegenwärtigen Ausgangssituation.

Hier skizziere ich 4 Strategien, mit denen Du viel für Dich tun kannst:

1 Setze bei Dir an!

Meine Kund:innen sagen öfter: „Wenn sich nur die Gesellschaft, die Unternehmenskultur, die Chefin, der Kollege… ändern würden, dann wäre ich zufrieden.“

Klingt nach einer schnellen Lösung, entpuppt sich nur leider bei näherer Betrachtung als Fußangel. Warum? Erstens, kannst Du niemals das Verhalten eines anderen Menschen nachhaltig verändern. Du musst also bei Dir selbst ansetzen. Kämpfe nicht gegen Windmühlen. Vertrete Deinen Standpunkt, aber verhake Dich nicht. Im Zweifelsfall wirst Du nun mal nicht verstanden, anerkannt, gemocht oder was auch immer. Zweitens, nutze Deine wertvolle Energie, um Dich konstruktiv für eine Verbesserung deiner Situation einzusetzen.  Damit meine ich nicht die krampfhaft manipulative Selbstoptimierung, sondern eine auf Selbstwertschätzung beruhende Weiterentwicklung.

Frage Dich: Welchen Beitrag möchte ich auf dieser Welt leisten? Entwickle Dein persönliches Big Picture. Dein großes Ziel ist wie ein Leitstern. Wofür stehst Du? Was sind die Schritte, die Dich genau dorthin führen? Für Deine berufliche Zufriedenheit ist Dein Big Picture viel wichtiger, als das Verhalten anderer oder die äußeren Umstände. Mit Deinem Big Picture ziehst Du genau die „richtigen“ Dinge an.

2 Achte (auf) Dich!

Übe eine gesunde Selbstfürsorge im beruflichen Alltag. Damit ist nicht das egoistische und berechnende Handeln gemeint, was leider manchmal verwechselt wird. Achte darauf, was Dir Energie gibt und in welchen Situationen Du Dich ausgelaugt und schlapp fühlst. Es heißt nicht umsonst „Everybody´s Darling, everybody´s Depp“.

Nicht nur Frauen können dem Missverständnis erliegen, dass sie immer zur Verfügung stehen müssen und bloß nicht Nein sagen dürfen. Jedes falsche “Ja”, ist ein “Nein” zu sich selbst. Das Tragische ist, dass auch andere dann den Eindruck gewinnen „Die/ Der macht das schon“. Das kann unter Umständen zur völligen Erschöpfung führen.

Eine wichtige Strategie ist daher eine gute Balance zwischen Selbstschutz, kollegialer Hilfsbereitschaft und Unterstützung zu finden. Zur beruflichen Zufriedenheit gehören wertschätzende Beziehungen und der respektvolle Umgang mit Anderen. Dies darf allerdings nicht zur Selbstaufgabe führen. Hast Du für Dich eine gute Balance gefunden? Wie bewahrst Du Deine Balance?

3 Entdecke Deine Stärken!

Achte darauf, dass Du möglichst viele Deiner Stärken im beruflichen Alltag einsetzen kannst. Studien sagen, dass weniger als 20% aller Angestellten, ihre Stäken im Job täglich einsetzen können. Das ist dramatisch. Schließlich sind es die Stärken, die dafür sorgen, dass Du in einen Arbeits-Flow kommst, kreativer, resilienter und auch leistungsfähiger bist. Wie sieht es bei Dir aus? Kannst Du Deine Stärken regelmäßig nutzen? Und weißt Du überhaupt, was deine Stärken sind?

Um Missverständnisse vorzubeugen: Stärken sind etwas anderes als erlernte Fähigkeiten. Du kannst in einem Bereich besonders gut und leistungsstark sein. Wenn diese Tätigkeit Dir aber keine Energie gibt, dann handelt es sich nicht um eine Stärke im eigentlichen Sinne. Es ist dann eine viel erprobte Fertigkeit.

Du kannst also viel für Deine berufliche Zufriedenheit tun, wenn Du Dir klar wirst, wo genau Deine Stärken liegen. Bei welcher Tätigkeit gehst Du voller Energie, Freude und Flow auf?

Versuche mehr davon in Deinen beruflichen Alltag zu integrieren. Nutze dieses Wissen für zukünftige Zielgespräche, wenn Du angestellt bist. Mache auch den Abgleich: Passt Deine berufliche Situation überhaupt zu Dir? Was müsste sich ändern? Unter Umständen, kommst Du sogar zum Ergebnis, dass Du Dich neu orientieren solltest.

Wenn Du bei einer Tätigkeit das Gefühl hast „Das bin wirklich ich“, dann nimm das unbedingt ernst. Deine berufliche Zufriedenheit entsteht dort, wo Du Dich erkennst und mit Deiner Individualität wirken kannst.

4 Sei zuversichtlich!

Solange Du wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf das schaust, was Du im Beruf für Restriktionen und Beschränkungen hast, wirst Du wenig Lösungsenergie für eine Veränderung aufbringen. Zuversicht, Dankbarkeit und Lebensfreude sind Aspekte, mit denen Du auf Deine Zufriedenheit- auch im Rahmen herausfordernder Umstände- Einfluss üben kannst.

Ein zuversichtlicher Blick in die Zukunft kann Dir sprichwörtlich Flügel verleihen. Eine gesunde Portion Naivität hat so manche erfolgreiche Unternehmung ermöglicht. Kolumbus ist mit Sicherheit mit wohlkalkuliertem Optimismus aufgebrochen. Der feste Glaube daran, dass unter dem Strich alles gut wird, motiviert und macht Dir Mut.

Auch die Dankbarkeit ist eine entscheidende Mitspielerin für Deine berufliche Zufriedenheit. Sie holt die guten Erfahrungen in der Vergangenheit ins Boot. Mach Dir klar, wofür Du dankbar bist: Deiner Errungenschaften, Begleiter und Mentor:innen, die Dich unterstützen, Deinen Körper, der für Dich da ist und vieles mehr.

Schließlich kannst Du viel für Dich selbst tun, indem Du Genuss, Spaß und Freude an den kleinen und großen Dingen bewusst wahrnimmst. Sei es der Duft von Kaffee, das Geräusch der Vögel oder das Leuchten einer Blume – feire die Glücksmomente im Alltag.

Deine berufliche Zufriedenheit hängt von den Umständen ab, die Dein Leben prägen. Mit Sicherheit hast Du, genau wie viele andere Menschen auch, Dein Päckchen zu schultern. Nichtsdestotrotz, kannst Du im Rahmen dessen, die skizzierten Strategien nutzen, um für Dich ein zunehmend gelingendes Leben zu kreieren. Das, was Du für Dich selbst tust, hat immer auch eine Wirkung auf andere in Deinem Umfeld. Darüber hinaus steckst Du damit auch andere in Deinem Umfeld an. Zufriedenheit im Beruf bereichert Dein Leben auch privat. So übernimmst Du nicht allein die wohltuende Verantwortung für Dich selbst, sondern bist weit darüber hinaus ein positiver Beitrag – vielleicht ohne es zu merken.

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