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Drei Tipps, die leise Leute im Selbstmarketing nutzen sollten

In meiner Coachingpraxis spreche ich überwiegend mit stillen Menschen, die mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden sind und nach neuen Wegen suchen. Die Kombination von Unglück und „schlau“ verbindet viele. „Unglücklich sein macht auch nicht schlauer“, wird die Psychoanalytikerin Erika Freeman im ZEIT Magazin vom 14.5.2020 zitiert. Auch die Forschung der Positiven Psychologie zeigt, dass glücklich sein mehr Erfolg bringt. Wie? Darum geht es in diesem Blogbeitrag.

Besonders schüchterne, hochsensible und introvertierte Menschen, sprich diejenigen, die ich etwas flapsig die „leisen Leute“ nenne, vermeiden Situationen, in denen Sie unnötig auffallen oder sogar anecken könnten. Sie sagen oder schreiben ohnehin erst dann etwas, wenn sie es sich reiflich überlegt haben. Was, wenn es falsch oder oberflächlich rüberkommt? Was, wenn ihnen das Wort im Mund umgedreht oder aus dem Kontext gerissen wird? Nicht nur die sozialen Medien sind prädestiniert für Abwertungen jeder Art. Im Schutz der Anonymität oder einer Vorgesetztenrolle weisen Besserwisser, Hüter der Political Correctness und Miesepeter mit dem Zeigefinger auf kleinste Fauxpas hin.

Nun haben leise Leute die Wahl: Sie wollen alles richtig machen. Sie versuchen, die Motive der Menschen nachzuvollziehen und ihnen aus dem Weg zu gehen. Am sichersten scheint der Rückzug in die Unsichtbarkeit – die Falle der Zurückhaltung und der Stillen.

Dadurch sind Sie weder erfolgreich noch schützt es Sie. Wahrscheinlicher ist sogar, dass sie eher unglücklich sind, weil sie sich nicht trauen, sich zu zeigen. Ihr Innerstes suggeriert, es sei gefährlich, gesehen zu werden. Das ist Gift für jedes Personal Branding. Sie sind farblos in der Tarnung. Tut Ihnen das gut? Auch wenn es Vorteile hat, sicher nicht.

Aus dieser Spirale herauszufinden, ist die lohnendste Aufgabe für ein gutes Selbstmarketing. Aus dem Schutz der Deckung in das Licht. Wie ein Reh, das sich auf die Lichtung wagt.

Wenn Sie sich immer wieder auf drei Dinge konzentrieren, gelingt der Weg aus der Deckung leichter und öfter:   

Seien Sie präsent

Augen auf – nach innen und nach außen. Versuchen Sie im Alltag regelmäßig kurz innezuhalten und eine Art Check-in zu machen. Achtsamkeit und Präsenz sind eine unglaubliche Herausforderung in einer Welt voll bunter Ablenkung. Nichtsdestotrotz ist es auch unabhängig von Yoga und Meditation, die ich immer empfehle, möglich, kleine Pausen in den Tag einzupflegen. Es reicht im Prinzip schon dreimal für 2 Minuten eine aufrechte Sitzstellung einzunehmen und einfach nur in den Körper zu spüren. Atmen. Lauschen. Welche Stimmung ist da? Wie fühlt sich der Körper an? Welche Geräusche hören Sie? Welche Gerüche liegen in der Luft? Ohne Bewertung, nur achtsam sein und registrieren.

Innerhalb der nächsten Wochen werden Sie eine deutliche Veränderung Ihrer Präsenz und Konzentration bemerken. Es hilft Ihnen, wieder schneller bei sich zu sein, sollten Sie im Strudel des Alltags aus dem Lot kommen.

Sorgen Sie für positive Gefühle

Untersuchungen zeigen, dass gute Gefühle einen konkreten Sinn haben. Im Gegensatz zu negativen Emotionen sorgen sie für bessere Beziehungen, mehr Klarheit und Weite im Denken. Sie motivieren zum Handeln. Die Broaden-and-build-Theory von Fredrickson zeigt auf, wie Menschen durch die bewusste Kultivierung von positiven Gefühlen ihr Leben zu einem gelingenden Projekt machen. Wie sorgen Sie für gute Gefühle? Holen Sie sich das, was Sie dafür brauchen. Musik, Natur, Literatur, andere Menschen …

Dankbarkeit aktiv auszudrücken ist zum Beispiel ein starker Impuls für gute Gefühle. Wenn Sie sich selbst glücklich machen, ziehen sie auch andere in Ihren Bann. Gute Gefühle sind ansteckend. Gleichzeitig schützen Sie vor Miesepetern. Sie helfen dabei, wieder schneller auf die Beine zu kommen, wenn das Leben nicht so heiter ist. Achtung: Ich rede nicht davon, jegliches negative Gefühl aus dem Leben zu verbannen. Die gehören dazu, denn sie sind sinnvolle Korrektive und notwendige Wegweiser. Wichtig ist die Balance zwischen positiven und negativen Gefühlen.

Verzeihen Sie sich Ihre Unzulänglichkeiten

Denken Sie an beeindruckende Menschen oder Figuren aus dem öffentlichen Leben, aus der Literatur oder an Helden aus Filmen. Was fasziniert Sie an diesen? Von welchen Eigenschaften sind Sie besonders beeindruckt? In der Regel fühlen wir uns von denen angezogen, die Profil zeigen, mutig sind und eben auch ihre Unzulänglichkeiten haben.

Menschlich sein heißt, mit Ecken und Kanten zu leben. Klar, das ist kein Freibrief für rücksichtsloses unreflektiertes Verhalten. Allerdings gehören Fehler und Uncoolness dazu. Sie machen die Würze aus. Die Welt geht nicht unter wegen Sojasoße auf dem Schlips. Peinlichkeiten, eine ungeschickte Wortwahl oder Handlung sind kein Grund, sich auf das Übelste zu beschimpfen und zu geißeln. Es geht anderen wie Ihnen. Auch Ihre Helden sind nicht vollkommen und fehlerfrei.

Seien Sie sich ein/e gute/r Freund:in und verurteilen Sie sich nicht über Gebühr. Fehler ausmerzen ja, Selbstbeschimpfungen nein. Verzeihen Sie sich und haben Sie Selbstmitgefühl.

 „Unglücklich sein macht auch nicht schlauer.“ Was für ein kluger Satz! Oder bringt es Sie weiter, wenn Sie in Ihren schlechten Gefühlen baden, statt sie anzunehmen und zu reflektieren? Achten Sie auf Ihr positives Mindset.

Lassen Sie es sich gut gehen. Holen Sie positive Gefühle ins Boot, damit das Unglücklichsein ein gutes Gegengewicht bekommt und Sie im Lot bleiben. Erika Freeman sagt im gleichen Interview mit dem ZEIT Magazin auch: „Das Schlechte ist schlecht genug. Da kann man sich auch auf das Gute konzentrieren.“ Wie wahr.

ZEIT Magazin in der ZEIT, Ausgabe 21/20 vom 14.5. 2020

Buchempfehlung zur Broaden-and-build-Theory: Fredrickson, Barbara (2011) Die Macht der guten Gefühle, Campus Verlag

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