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4 Strategien für mehr Resilienz, wenn Sie sich schämen

Fehler passieren nun mal. „Shit happens.“ Weshalb nehmen sich die einen das so zu Herzen, während andere mit einem Lapsus souverän umgehen können. Der wesentliche Unterschied liegt in der Art und Weise, ob die Betreffenden ihr Verhalten kritisch unter die Lupe nehmen oder sich als Person als dilettantisch empfinden.

In diesem Blogartikel zeige ich auf, mit welchen Strategien Sie Ihren Kopf aus der Selbstbeschimpfungs- und Schämschlinge ziehen können und wie Sie souverän, sprich resilient, mit Situationen umgehen können, in denen es nicht gerade rund läuft. Lernen Sie von denen, die sich leicht(er) tun, wenn etwas schief geht.

Vor allem schüchterne und hochsensible Menschen achten stark auf die Reaktionen ihrer unmittelbaren Umgebung.

Schon ein Nebensatz wie „habe von Ihnen nichts anderes erwartet“, kann sie ins Mark treffen. Kritik einzustecken und konstruktiv zu verarbeiten ist per se eine der großen privaten und beruflichen Herausforderungen, die es im Leben zu meistern gilt.

Hand aufs Herz: Wie gehen Sie mit Fehlern und Kritik um? Werden Sie wütend und hauen Sie zurück (Fight)? Oder verurteilen Sie sich (Freeze)? Klinken Sie sich emotional weitestgehend aus (Flight) und warten auf Ihre Chance, es heimzuzahlen? Die Spielarten sind so unterschiedlich wie die persönlichen Eigenschaften jedes einzelnen Menschen, und trotzdem verbindet sie alle die destruktive Art und Weise.

Wenn Kritik zudem beschämend, überzogen oder ungerecht geäußert wird, prasseln Schmerz und Beschämung wie Platzregen runter und nichts bleibt trocken. Unnötige Kommentare oder das Herunterputzen vor Publikum kommen leider nicht so selten vor und fast jeder hat entsprechende Erinnerungen aus der Schule, dem Verein oder der Familie. Und dann: „Sei nicht gleich beleidigt.“ „Hab Dich nicht so“. „Frau Kollegin, Sie sind aber mal wieder emotional heute.“ „Jetzt bleiben Sie bitte sachlich.“ Gut, dass es Wege gibt, die sehr wirkungsvoll zum inneren Gleichgewicht zurückführen.

Mit diesen vier Strategien werden Sie resilienter und bekommen schneller wieder Kraft.

Wenn Sie sich schämen – egal ob Sie bloßgestellt werden oder Ihnen ein peinliches Missgeschick passiert ist, dann können Sie sich schnell gezielt selbst unterstützen.

 

1. Verstehen Sie den Unterschied von Verhalten und Sein und geben Sie dies Ihrem Gegenüber unmissverständlich zu verstehen.

Damit meine ich Folgendes: Nehmen wir an, jemand sagt zu Ihnen: „Sie sind eine Katastrophe“, weil Sie ungeschickt ein Glas umgeworfen und einen Fleck auf dem Tisch gemacht haben. Solch ein Kommentar kann gerade selbstkritische Personen – und das sind schüchterne Menschen in der Regel – vor Scham im Erdboden versinken lassen. Lange kann ein Spruch wie dieser nachwirken. Trainieren Sie spätestens dann Ihre Resilienz, indem Sie sich selbst und auch allen anderen verdeutlichen, dass das Verhalten ungeschickt – aber noch lange nicht dasselbe wie eine Katastrophe – ist. Und Sie als Person sind es schon gar nicht. Mit Resilienz machen Sie sich eine realistische Perspektive zunutze. Was ist wirklich eine Katastrophe? Antworten Sie ruhig, aber bestimmt: „Mein Verhalten (meine Bewegung, meine Handlung …) war ungeschickt. Das tut mir leid. Eine Katastrophe ist etwas anderes, ich bin ganz sicher keine.“

Und dann achten Sie auf Ihre Körpersprache. Gratulieren Sie sich für die kleinsten Schritte, mit denen Sie Ihre Mitmenschen höflich auf den Unterschied von Verhalten und Sein aufmerksam machen. Viele bemerken gar nicht, wie sie reden.

 

2. Gehen Sie achtsam mit sich um.

Widerstehen Sie möglichst dem Impuls, Ihren Autopilot übernehmen zu lassen. Wenn Sie merken, dass Sie rotsehen, sich hektisch zu verteidigen suchen oder sich selbst beschimpfen, dann halten Sie erst mal inne. Intervenieren Sie! Sagen Sie „Halt!“ zu sich selbst und wiederholen Sie gedanklich das Wort, mit dem Sie das beschreiben würden, das Sie in diesem Moment spüren. Das kann zum Beispiel „schäm, schäm, schäm, Schäm“ sein. Ihr Gehirn ist damit erst mal beschäftigt und es gibt Ihrem Vorbewusstsein Zeit, um gute Lösungen zu finden. Bevor Sie dem nächstbesten Handlungsimpuls folgen, denken Sie nach. Also: Erst spüren und benennen, atmen und ruhig werden. Hauptsache Sie erlangen wieder eine besonnene, souveräne Haltung. Schaffen für sich möglichst etwas emotionale Distanz. Erst dann reagieren Sie.

 

3. Machen Sie sich klar, dass Fehler zutiefst menschlich sind und zum Alltag dazugehören.

In puncto Unvollkommenheit sind Sie ein Mensch wie jeder andere. Irren ist menschlich. Unangenehme Fehler auch. Eine gute Strategie zu mehr Resilienz ist es, jeden Eindruck von Isolation a là „das konnte auch nur mir passieren“ zu hinterfragen. Unzulänglichkeit gehört (leider) zum Menschsein dazu.

Hinterfragen Sie vor allem destruktive Glaubenssätze, die eine „nie … genug“ Formulierung haben. Beispiele gibt es viele: nie gut genug, nie perfekt genug, nie erfolgreich genug, nie sicher genug, nie klug genug, nie dünn genug. Und so weiter … Mangelempfinden würgt Innovation, Kreativität, Energie und Lebendigkeit ab. Die Folgen solcher verheerenden Überzeugungen zeigen sich in Perfektionismus, Disengagement, in Vergleichen mit anderen und in deren Herabsetzung. In dem Moment, wo es Ihnen gelingt, sich (wieder) als Mensch zugehörig und „gut genug“ zu definieren, stärken Sie Ihre Resilienz und sich selbst als unzulänglichen, sprich normalen Menschen.

Vor allem hochsensible Menschen profitieren von dieser Strategie. Negative Gefühle und unangemessene Glaubenssätze infrage zu stellen heißt nicht, diese unter den Tisch zu kehren. Wenn Sie es dennoch wagen, sich mit Ihrer Unvollkommenheit und Verletzlichkeit zu zeigen, entwaffnen Sie andere. Damit geben anderen Sie indirekt die Erlaubnis, sich ebenfalls von ihrer menschlichen Seite zu zeigen und den Coolnessfaktor beiseitezulegen. Das kann manchmal sogar Vertrauen und mehr Nähe schaffen. Vor allem aber stehen Sie zu sich selbst und das stärkt Sie enorm.

 

4. Registrieren Sie körperliche Reaktionen und nehmen Sie sich wortwörtlich in den Arm.

Eine nachhaltig wirksame und gut erforschte Möglichkeit, sich aus den Fesseln jedweder Selbstbeschimpfung zu befreien, ist, sich selbst ein/e beste/r Freund:in zu sein. Mit keinem anderen Menschen auf dieser Welt werden Sie so viel erleben wie mit sich selbst. Wozu also gemein sein?

Probieren Sie (notfalls im stillen Kämmerlein) diese extrem wirksame Strategie aus: Nehmen Sie sich selbst gerade in schwierigen Momenten in den Arm und zwar nicht nur sprichwörtlich, sondern wirklich. Was sich etwas schräg anhören mag, funktioniert. Ihr Körper braucht gerade dann den direkten Kontakt. Wenn Sie also selbstkritisch, traurig, beschämt oder verletzt sind, dann streichen Sie sich selbst über die Arme oder über Ihr Gesicht, Ihre Haare. Ihr Körper unterscheidet auf der taktilen Ebene nicht, ob Sie es selbst sind oder ein anderer. Erst mal besänftigen und trösten Sie sich ein wenig. Sie aktivieren damit Ihren körpereigenen Oxytocin-Spiegel und fördern damit unmittelbar Ihr Wohlbefinden. Mit Selbstfreundlichkeit kommen Sie wieder schneller ins Gleichgewicht, denn Ihr Körper reagiert unweigerlich auf die Berührung.

Die Sorge, sich zu blamieren und sich Kritik oder sogar spottenden Kommentaren auszusetzen, kann vor allem Zurückhaltende davon abhalten, sich zu zeigen und da draußen auf die Bühne zu gehen. Wenn Angst und Mangeldenken allerdings die Potenzialentfaltung einschränken, dann ist es Zeit, den resilienten Machern auf die Finger zu schauen und es ihnen nachzutun. Probieren Sie diese Selbsthilfe-Sofortmaßnahmen aus. Es tut nicht weh. Schließlich sind Sie gut genug!

Im 1:1-Coaching können Sie Ihre Resilienz-Strategie für den Alltag gemeinsam mit mir weiterentwickeln und dadurch entspannter durchstarten. Das funktioniert online wie offline im persönlichen Kontakt.

Über mich
Hallo, ich bin Sabine
Ich bin systemischer Coach, hinterfragende Zuhörerin und wertschätzende Sparrings­partnerin mit einem Faible fürs Praktische.

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