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Körpersprache: ein fabelhafter Schatz!

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Dein Körper und somit deine Körpersprache sind die ganze Zeit auf Sendung. Sie zeigen an, wie es dir geht, ob du müde bist oder fit, gelangweilt oder amüsiert. Du sendest ständig Signale aus. Nach innen und nach außen. Andere bekommen sie mit. Sind sie dir auch bewusst? Die meisten körpersprachlichen Botschaften erfolgen nämlich völlig unbewusst. Umso spannender ist es, hier mal genauer hinzusehen und nicht die künstliche, sondern die Körper Intelligenz zu unter sie Lupe zu nehmen. So kannst du sie für dich und in deiner Kommunikation noch besser nutzen.

Dein Körper erzählt deine Geschichte

Die Forschung zeigt, dass die nonverbale Kommunikation Gefühle deutlicher ausdrückt als Worte. Das gesprochene Wort liegt in seiner Wirkung weit hinter der Gestik oder der Stimmlage. Die Körpersprache sagt mehr als 1000 Worte.

Deine Bewegungen, deine Haltung, die Art, wie du stehst oder sitzt… all das verrät viel über deinen Gemütszustand. Wie schnell bewegst du dich? Wie laut, schnell, deutlich sprichst du? Welchen Gesichtsausdruck hast du? All das vermittelt anderen Menschen innerhalb weniger Momente einen Eindruck davon, wie du dich gerade fühlst. Übrigens kommunizierst du, selbst während du schweigst.

Menschen ziehen aus deiner Körperhaltung und Mimik Rückschlüsse auf deine Stimmung, deine Offenheit und dein Selbstvertrauen. Gegenseitiges Vertrauen entsteht nicht nur durch das, was du sagst, sondern gerade durch das, was dein Körper gleichzeitig ausdrückt, Stichwort Kongruenz. Eindeutigkeit stiftet Nähe. Vieldeutigkeit ist verwirrend.

Wenn Worte und Körpersprache nicht zusammenpassen

Du sagst meinetwegen: „Mir geht es gut.“ Wenn dann allerdings deine Schultern schlaff nach unten hängen? Oder du sagst das mit verschränkten Armen? Dein Blick klebt am Boden?

Solche gemischten Botschaften sorgen für Irritationen und schaffen eher Distanz als Nähe. Das Gehirn nimmt wahr, wenn etwas nicht stimmig ist. Was also tun? Punkt 1: Ehrlich sein oder immerhin nicht lügen. Punkt 2: Den Körper mit seiner Wirkmacht so einzusetzen, dass er dir eine gute Unterstützung in der Kommunikation ist. Du kannst deinen Körper für dein Wohlbefinden anzapfen. Die Körpersprache hilft dir dabei, dich “zu lesen” und dann angemessen darauf einzugehen.

Du sollst bitteschön keine Schauspielerin werden. Es geht nicht darum, etwas vorzutäuschen. Nichtsdestotrotz kannst du deinen Körper bewusst nutzen, um mit kleinsten Veränderungen gut für dich zu sorgen. Besonders in der Kommunikation mit anderen ist das wertvoll, sei es im beruflichen Kontext oder bei Gesprächen in der Familie oder Freudeskreis.

Hilfreich sind zum Beispiel:

  • eine offene Körperhaltung statt verschränkter Arme
  • ruhige, fließende Bewegungen statt hektischer Gesten
  • ein freundlicher Gesichtsausdruck, der echtes Interesse zeigt
  • stimmiger Abstand zum Gesprächspartner, ohne Distanz aufzubauen

Ebenso unterstützend ist es,

  • nervöses Herumspielen mit Stift, Schmuck oder Kleidung möglichst zu vermeiden,
  • einen angenehmen Blickkontakt zu halten,
  • aufrecht zu stehen oder zu sitzen,
  • die Schultern locker sinken zu lassen,
  • ruhig und etwas langsamer zu sprechen,
  • und vor allem: ehrlich zu lächeln.

Ein echtes Lächeln wirkt erstaunlich ansteckend. Die meisten Menschen lächeln automatisch zurück. Dadurch verändert sich oft innerhalb weniger Sekunden die Atmosphäre eines Gesprächs und auch deine Stimmung hebt sich.

Kannst du mit deiner Körpersprache deine Gefühle verändern?

Auch wenn die Forschungsergebnisse zu sogenannten „Power Poses“ kontrovers diskutiert werden, bleibt es bei einer wichtigen Erkenntnis: Körper und Gefühle beeinflussen sich gegenseitig. Vielleicht magst du mal einen Selbst-Veruch machen und es mit dem Power Posing beim nächsten schwierigeren Gespräch versuchen. Gerne kannst du hierzu dan TED Talk von Amy Chudy anschauen.

Die Teilnehmer einer Studie, die gebeten wurden eine offenen, selbstbewusste Haltung einzunehmen, fühlten sich anschließend nicht nur sicherer, sie zeigten auch positive Veränderungen bei Stress- und Hormonwerten. Diejenigen, die gebeten wurden mit einer zusammengesunkenen, verschlossenen Haltung in ein Gespräch zu gehen, berichteten dagegen über weniger Selbstvertrauen und mehr Stress. Eine Meta-Studie zum Thema kann man über die Uni Bamberg einsehen.

 Wohlbefinden beginnt manchmal im Außen

Vielleicht kennst du Tage, an denen du dich klein fühlst. Gerade in den Wechseljahren und in Lebensphasen voller Veränderungen verlieren gerade Frauen zeitweise ihr gewohntes Selbstvertrauen. Dann hilft keine weitere To-do-Liste. Manchmal sendet der Körper die entscheidenen Signale. Passe deine Körpersprache in einer Weise an, die positive Wirkungen zeigt.

Also, gelegentlich reicht es bewusst innezuhalten – atmen – und den eigenen Körper wahrzunehmen. Sei dein eigener Scanner und:

Stehe aufrecht.

Lass deine Schultern locker werden.

Hebe den Blick.

Verteile dein Gewicht gleichmäßig auf beide Beine.

Atme ruhig.

Sprich bewusst etwas langsamer.

Diese kleinen Veränderungen wirken zunächst vielleicht ungewohnt. Doch je häufiger du sie einsetzt, desto natürlicher werden sie. Beobachte wie es dir damit geht. Achte auf Nuancen. Sei offen für kleinste Veränderungen im Inneren und im Kontakt zu anderen.

Beispielsweise hilft es mir, Feedback zu meiner Körpersprache zu bekommen. Wie auf Autopilot gehe ich, vor allem wenn ich müde bin, mit rundem Oberkörper und leicht gesenktem Blick meiner Wege. So sehe ich jeden Kaugummi auf dem Gehweg. Es fühlt sich erstmal ungewohnt an, den Kopf zu heben und die Schultern bewusst nach hinten zu rollen. Doch der aufrechte Gang, der dadurch entsteht, macht was. Ich fühle mich sofort präsenter.

 Hey, du musst nicht perfekt sein!

Das ist wohl der wichtigste Impuls, den ich dir heute mitgeben will. Sei einfach neugierig, offen und akzeptierend für das, was du über deinen Körper erfährst. Welche Veränderungen magst du mal ausprobieren? Welche Erfahrungen stellen sich ein? Versuche nicht zu bewerten oder dich mit übergroßen Ansprüchen zu plagen.

Vielleicht beobachtest du dich immer wieder einmal ganz bewusst. Nur das.

Wie sitzt du gerade?

Wo sind deine Schultern?

Wie atmest du?

Und welche zwei kleinen Veränderungen möchtest du punktuell in den nächsten Tagen ausprobieren? Erfahrungsgemäß beginnt echte Veränderung nicht mit großen Entscheidungen. Vielleicht eher so:

Mit einer aufgerichteten Haltung, einem ruhigen Atemzug und einem ehrlichen Lächeln.

Manchmal spricht dein Körper schon längst die Worte, die dein Herz erst noch lernen darf. Gehe raus mit solch kleinen Selbst-Explorationen und beobachte. Ich wünsche dir jedenfalls viele wohltuende Momente damit. Und wenn du magst, melde dich gerne. Zum Walk ´n Talk oder einem Beratungsgespräch hier.

 

Über mich
Hallo, ich bin Sabine
Ich bin systemischer Coach, hinterfragende Zuhörerin und wert­schätzen­de Sparrings­partnerin mit einem Faible fürs Praktische.

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