Wer bist Du wirklich? 3 Annäherungen zu Deiner Identität

Nur wenn Du Deinen Wesenskern kennst, kannst Du auf Dein „inneres Kapital“ zurückgreifen. Gerade bei den unterschiedlichen Rollenanforderungen in Beruf, Familie und Freizeit kann das Gefühl für sich selbst verschwimmen. Bleib Dir treu, sonst verlierst Du Dich.

In diesem Blogartikel stelle ich drei Wege vor, mit denen Du an Deinem Wesenskern andocken kannst und Dich daran erinnerst, was Dich wirklich ausmacht.

Willst Du mehr Klarheit bei Deinen beruflichen und privaten Entscheidungen haben? Wer bist Du wirklich? Ist bei Dir doch etwas mehr Schein statt Sein?        Es geht um nicht weniger als um Deine Identität.  

Wenn etwas identisch ist, dann gleichen sich zwei Dinge genau. Bezogen auf das ICH-Gefühl bedeutet Identität so etwas wie die Gleichheit zwischen dem inneren Wesen und dem äußeren Verhalten in den unterschiedlichen Lebensbereichen. Deine Identität ist sozusagen die seelische „Statik“ im Leben. Identität beantwortet die Frage: „Wer bin ich, wenn keiner guckt?“

In Bezug auf die unterschiedlichen Rollen, die wir alle in Familie, Beruf oder in der Freizeit einnehmen, ist ein stimmiges Identitäts-Gefühl eine wichtige Voraussetzung für Wohlbefinden und Glück. Wenn der innere Wesenskern nicht nach außen gelebt werden darf, kann erhebliche psychische Reibung entstehen.

Die folgenden Impulse können Dir dabei helfen, Dir selbst auf die Spur zu kommen. Mehr Sein statt Schein. Und das mit einer stabilen Statik.

1. Cluster und Schreiben: Wer bist Du?

Lege ein leeres Blatt Papier quer und schreibe Deinen Namen in die Mitte. Das ist das Kernwort für Dein Cluster.

Schreibe in loser Reihenfolge und über das Blatt verteilt alles auf, was Dir zu Deinem Namen (also zu Dir) in den Sinn kommt. Was sind Deine Merkmale, Deine Bedürfnisse? Womit beschäftigst Du Dich? Was ist Dir wichtig? Was bewegt Dich? Fange an, frei zu assoziieren und ergänze Dein Cluster mit Assoziationen zu den Assoziationen, die auf Deinem Blatt stehen. Erst wenn Dir nichts mehr einfällt, hörst Du auf zu clustern.

Nimm Dir nun ein zweites Blatt Papier und schreib drauflos. In diesem Fließtext schreibst Du über Dich. Wer bist Du? Nähere ich Deinem Wesenskern auf diese Weise an.

2. Collage: Welche Personen repräsentieren Dein wirkliches ICH?

Beim ICH-Gefühl geht es natürlich auch um Deine Stärken und Fähigkeiten. Deine Identität ist auch von Deinen Werten und Einstellungen geprägt. Was ist Dir besonders wichtig? Womit identifizierst Du Dich?

Mit anderen Worten:  Wieviel Pippi steckt in Dir? Steht Spiderman für einen Wesenszug bei Dir? Welche Tiere repräsentieren Dich mit ihren Wesenszügen? Hast Du Vorbilder in Deiner Familie, in Deinem Freundeskreis, unter berühmten Menschen? Sammle Fotos und Bilder und schneide Deine persönliche Collage. Das bist Du!

Gestalte Dein persönliches ICH-Bild und lege es sichtbar an einen Ort, den Du regelmäßig anschaust. Oder hänge es auf. Du bist die Summe all dieser Bilderschnipsel. Lebe das aus.

3. Wahrnehmungs-Tipp 2 Go: Welche Gegenstände könnten Dich repräsentieren?

Schau Dich in Deiner direkten Umgebung um. Dann fokussiere Dich kurz auf Dich selbst. Welcher Gegenstand in Deiner Nähe spiegelt Dich gerade am besten? Warum? Was hat das mit Deinem Wesenskern zu tun?

Diesen Impuls kannst Du regelmäßig wiederholen, auch wenn Du nicht zuhause oder an Deinem Arbeitsplatz bist. Indem Du auf die Suche nach Dingen gehst, die Dich bzw. einen Teil von Dir spiegeln, erinnerst Du Dich daran, was Dich auszeichnet und wer Du bist.

Gerade im beruflichen Alltag kann die Entfremdung vom eigenen Wesenskern so schleichend vorangehen, dass es kaum zu merken ist.

Schau mal, ob die Anregungen in diesem Blogartikel Dich dabei unterstützen können, Dein ICH-Gefühl zu spüren. Was ist vielleicht nicht mehr stimmig?  

Meistens kommen meine Klienten genau in dieser Phase ins Coaching: Um wieder bei sich anzudocken. Um ihre Stärken und Fähigkeiten, ihre Werte und Einstellungen wieder zu entdecken und erneut in ihr Leben einzubetten.

Ein Haus ohne statische Verstärkung kracht irgendwann mal ein. Deine Identität ist Deine diese statische Verstärkung. Bleib Dir treu und bleibe in Deiner Klarheit.

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